P4045640Als wir den ersten Bus in Pakistan betraten merkten wir, dass wir in einer neuen Welt sind. Die Frauen sitzen vorne und die Maenner hinten, getrennt durch eine Tuere. Auch sonst aenderte sich einiges, Chapatis (Fladenbrote zubereitet in einem Tonofen) loesten Reis als Beilage ab und am morgen bei Sonnenaufgang wurde man durch islamische Gebetsgesaenge geweckt. Der groesste Unterschied jedoch war die Beziehung zwischen Mann und Frau. Die Dominanz der Maenner ist so gravierend, dass Silvia anfieng sich zu verhuellen und wir uns oft nicht mehr so wohl fuehlten, da in Pakistan, soweit wir es erlebt haben, alles ueber den Mann lauft und die Frau nichts zu sagen hatte. Dies war fuer emanzipierte Frauen wie Silvia und redemuede Maenner wie Allon oft schwierig zu akzeptieren und zu leben.

In Moment ist die Situation in Pakistan auch sehr unstabil, es werden Attentate veruebt und Proteste abgehalten, was uns dazu veranlasste Pakistan schnell wieder zu verlassen. An der Grenze zu Iran erlebten wir einen der kuriosesten Grenzuebrtritte auf unserer Reise, dies weil sich hier die drei Laender Pakistan, Iran und Afghanistan treffen und das Gebiet als nicht sehr sicher gilt. Nach einer Nacht im Bus kamen wir uebermuedet an der Grenze an und bekamen dann auf der iranischen Seite einen militaerischen Begleitschutz welche uns zu der naechsten Stadt fuehrte. Und hier kam erst der richtig abenteurliche Teil. In der Stadt angekommen quetschten sie uns in ein Polizeiauto und fuehrten uns zur Buststation. Auf dem Weg dorthin mussten wir jedoch drei mal das Fahrzeug wechseln und einmal wurde an der Strasse angehalten um auf dem Schwarzmarkt Benzin zu kaufen, da der Tank leer war. Als wir dann nach ueber 38 Stunden auf den Beinen um 22.00 Uhr abends endlich in der sogenannt sichern Stadt ankamen, empfieng uns wieder eine Polizeieskorte und fuehrte uns zum Hotel. Da dachten wir wo sind wir nun gelandet!!

P4065677Bald merkten wir jedoch, dass es den Iranern ein Anliegen ist, dass sich ihre Gaeste wohl und sicher fuehlen und sie darum manchmal zu unkonventionellen Mitteln greiffen. Die meisten Reisenden die wir angetroffen haben hebten die ausserordentliche Gastfreundlichkeit dieses persischen Volkes hervor. Wir koennen dies absolut bestaetigen. Was uns jedoch noch mehr beeindruckte war der freundliche und respektvolle Umgang untereinander, unabhaengig des Geschlechtes. Da koennen wir in unserer westlichen Welt bei weitem nicht mehr mithalten.

Es gibt Kleidervorschriften und jede Frau hat ein Kopftuch zu tragen, das wars dann auch schon. Iran ist wahrscheinlich eines der liberalsten muslimischen Laender und in sachen Lebensstil unserer Heimat sehr aehnlich. Dies empfanden wir als sehr angenehm, da wir mittlerweilen das Chaos in Asien zur genuege gesehen haben ;-))

Noch das aktuelle Zwischenresultat der Yatzy Meisterschaften.
Aargau 140 : Graubuenden 136

 

 

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